HS-Klassifizierung
Den Zollsatz bestimmt der 8–10-stellige TARIC-Code. Falsche Klassifizierung kann 0 % statt 12 % bedeuten — oder Antidumping zu 50 %+. Die meisten Spediteure übernehmen den Code des Importeurs ohne Prüfung. Wir benchmarken hier auf Kapitelebene; produktiv nutzen wir die volle TARIC-Hierarchie und vZTA-Auskünfte (BTI).
Antidumping und Schutzmaßnahmen
Stahl mit CN-Ursprung (Kapitel 72/73), Aluminium (76) und bestimmte Kunststoffe (39) sind mit Antidumpingzöllen von 10–60 % zusätzlich zum MFN belegt. Spediteure weisen darauf selten hin, bis die Anmeldung läuft. Wir bringen das Overlay schon beim Angebot an, damit es keine Überraschungen gibt.
Präferenzursprung
EU-Vietnam-FTA, EBA für Bangladesch / Kambodscha, GSP+ für Pakistan, Zollunion mit der Türkei — jede bringt 50–100 % Zollreduktion bei gültigem Ursprungsnachweis (REX, Form A, A.TR oder Erklärung auf der Rechnung). Die meisten KMU machen das nicht geltend, weil der Papierkram abschreckend wirkt.
Mehrwertsteuer erstattbar, aber Cashflow-relevant
Umsatzsteuerpflichtige Importeure können die EU-Einfuhrumsatzsteuer in der nächsten Meldung zurückholen. Die Lücke zwischen Zahlung und Erstattung ist aber realer Cash-out — typisch 30–90 Tage. Bonded schiebt diese Lücke auf; in einigen EU-Staaten tut das auch das Verfahren der nachträglichen MwSt.-Verrechnung (PVA).